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Dieses Thema hat 17 Antworten
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 Städte auf Gozo
Seiten 1 | 2
torsten Offline

Großmeister

Beiträge: 386

30.05.2007 14:32
Städte auf Gozo Antworten
Gozo

Flagge von Gozo




Gozo (auf maltesisch Għawdex, gesprochen Audesch) ist die zweitgrößte der vier Inseln die den Archipel der Republik Malta bilden.

Gozo liegt etwa sechs Kilometer nordwestlich der Hauptinsel des Maltesischen Archipels. Die Flächengröße beträgt 67 km², die längste Ausdehnung misst 14 Kilometer, und die Küstenlinie ist 43 Kilometer lang. Im Westteil erreicht Gozo mit 176 Metern seine höchste Erhebung.



In vierzehn Orten leben etwa 31.000 Menschen, die meisten in der Inselhauptstadt Victoria (Rabat) mit zirka 6.800 Einwohnern. Die übrigen Siedlungen haben dörflichen Charakter, in denen jeweils nicht mehr als 2.000 Menschen wohnen. Die Verbindung zur Insel Malta wird durch Autofähren gewährleistet, die tagsüber im 45-Minuten-Takt zwischen dem Gozohafen Mġarr und dem Fähranleger Ċirkewwa an der Nordwestküste Maltas hin und her pendeln. Außerdem besteht eine regelmäßige Hubschrauberverbindung, die über die fünf Kilometer westlich der Inselhauptstadt gelegene Landestelle und dem Luqa Airport auf Malta realisiert wird.



Haupterwerbszweig auf Gozo ist die Landwirtschaft, in der etwa 1.000 Einwohner beschäftigt sind. Für ein Viertel von ihnen ist es aber nur ein Nebenerwerb. Immerhin wird die Landwirtschaft so intensiv betrieben, dass Gozo den gesamten Maltesischen Archipel zu 60 Prozent mit Nahrungsgütern versorgen kann. Daneben spielen die Meersalzgewinnung und der Kalksandsteinabbau als Wirtschaftsfaktoren eine Rolle. Immer mehr gewinnt der Tourismus als Einnahmequelle an Bedeutung.



Gozo kann auf zwei Wegen erreicht werden. Entweder mit der Fähre oder per Helikopter. Üblich ist sicherlich die Benutzung der Fähre zwischen Mgarr (Gozo) und Cirkewwa in Malta. Für diejenigen Reisenden, die allerdings sowieso am Flughafen Malta angekommen sind, ist der Helikopter-Service nach Gozo eine vor allem schnelle Alternative, wenn rechtzeitig reserviert wurde.



Hier findet ihr einige wichtigsten Städte von Gozo, natürlich mit Bildern.

Viel Spaß

torsten Offline

Großmeister

Beiträge: 386

31.05.2007 05:49
#2 Städte auf Gozo: Victoria - Rabat Antworten
Victoria - Rabat




Victoria (auch: Victoria Rabat) ist die Hauptstadt der maltesischen Insel Gozo mit etwa 7.000 Einwohnern. Bis 1887 trug die Stadt den arabischen Namen Rabat, was so viel wie „befestigte Stadt“ heißt. Sie liegt in der Mitte Gozos und umfasst ein Viertel der Insel-Bevölkerung. Victoria ist auch der Mittelpunkt des Lebens auf der Insel und gleichzeitig Kulturzentrum.



Geschichte
Archäologischen Funden zufolge war das Gebiet schon in der Bronzezeit besiedelt.
Im 3. Jahrhundert v. Chr. errichteten die Römer eine Siedlung an dieser Stelle, in der auch die Byzantiner von 535 bis 870 wohnten. Während der arabischen Besetzung (bis 1127) bekam die Siedlung den Namen Rabat. Damals bestand sie im wesentlichen aus einer Zitadelle, in der die Bewohner Gozos Schutz vor den Angriffen von Piraten suchen konnten. Trotzdem wurde im Juli 1551 nahezu die gesamte Einwohnerschaft Gozos und Rabats von Sklavenjägern gefangen und auf die Sklavenmärkte Nordafrikas verbracht.
Die Siedlung blieb in den folgenden Jahre zu einem großen Teil unbewohnt. 1599 begann der Wiederaufbau der Zitadelle, die dann alle Bewohner Gozos nachts aufzusuchen hatten. Nach der Abschaffung dieses Gesetzes blieb die Zitadelle meist unbewohnt.

1814 kamen Malta und Gozo unter britische Herrschaft. 1864 wurde Gozo eine eigenständige Diözese mit Rabat als Sitz des Bischofs.
1887, zum Goldenen Thronjubiläum von Queen Victoria I., beantragten der Bischof und ein hoher Justizbeamter Gozos die Umbenennung Rabats zu Victoria. Damit verknüpften sie die Bitte um Erteilung der Stadtrechte. Am 10. Juni 1887 wurde diesen Anträgen vom Gouverneur Maltas stattgegeben, die Gemeinde Rabat wurde zur Stadt Victoria. Im alltäglichen Sprachgebrauch verwenden die Bewohner Gozos aber bis heute den ursprünglichen Namen.



Bevölkerungsentwicklung
Die Gegend um das heutige Victoria war in antiker und mittelalterlicher Zeit beständig von 1700 bis 2000 Menschen bewohnt gewesen. Schon im Spätmittelalter begann die Einwohnerzahl aber zu steigen, insbesondere in Rabat.
Bis 1530 gab es mehr als 5.000 Einwohner rund um die Zitadelle. Die Versklavung eines Großteils der Bevölkerung 1551 führte dann zu einem Einbruch, von dem sich Gozo und Rabat lange nicht erholten. Ab dem Jahr 1667 sind verlässliche Zensusdaten zur Einwohnerzahl Rabats/Victorias vorhanden.
Nach dem Rückschlag 1551 stieg die Einwohnerzahl kontinuierlich an, unterbrochen nur durch das Jahrzehnt nach 1957, in dem Massenemigrationen die Zahl sinken ließen.


Sehenswürdigkeiten
Die Stadt Victoria hat zwei Kirchengemeinden: Die Kathedrale Santa Marija (erbaut 1697 nach Entwürfen des Barockbaumeisters Lorenzo Gafà ist die Hauptkirche der Diözese von Gozo und Comino und schmuckvoll ausgestattet, unter anderem mit einer Statue der Maria, der die Kirche geweiht ist.
Die barocke Basilika San Ġorġ des Heiligen Georg stammt aus dem Mittelalter und wird auch als die goldene Kirche bezeichnet. Sie ist vollständig mit Marmor verkleidet. Auch die Basilika ist reich ausgestattet mit Gemälden und Statuen. Sie befindet sich an der Pjazza San Ġorġ, die südlich des Marktplatzes liegt.

Der Marktplatz, der von einheimischen it-Tokk genannt wird befindet sich am Fusse der Zitadelle auf der Pjazza Indipendenza und ist jeden Tag bis Mittag geöffnet.
Ebenso eine Sehenswürdigkeit ist die Zitadelle, von deren Befestigungen man einen hervorragenden Blick über die Insel hat. In der Zitadelle befinden sich neben einem Museum auch die Kathedrale Gozos sowie das Gerichtsgebäude.



Zentrum der Stadt ist der große It-Tokk-Platz (auch Main Square, offiziell Pjazza Independenza) unterhalb der Zitadelle, wo wochentags täglich ein Markt stattfindet. Entlang der Hauptstraße, der Republic Street, befinden sich die Banken, die Post sowie die zwei Opernhäuser von Gozo, das Astra und das Aurora. Sie werden von privaten Bürgergesellschaften ohne staatliche Unterstützung betrieben und ziehen sogar viele Besucher Maltas an. In beiden Häusern werden zugleich ein Kino und eine Disko für Jugendliche betrieben. Das traditionsreiche Hotel Duke of Edinburgh, wo schon Elizabeth II. als Prinzessin zum Tee einkehrte, ist nun zwar geschlossen, doch der Rundle Garden, eine ruhige, kühle Oase, erinnert weiterhin an britisches Wirken; ihn ließ der britische Gouverneur Sir Leslie Rundle (1905-15) anlegen. Victoria besitzt aber auch eine malerische Altstadt mit stillen, engen Gassen, die fast an eine arabische Stadt erinnern. Mittendrin ragt die ehrfurchtgebietende Fassade der St. George’s Basilica herauf, deren prachtvoll-üppiges vergoldetes Barock-Interieur jeden Pop-Art-Fan das Fürchten lehrt. Sie ist bestimmt die am aufwendigsten dekorierte Kirche von Gozo. Wie stiftungsfreudig die Leute von Victoria sind, die übrigens auch mit die beste Festa der Insel abhalten, zeigt die Prozessionsstatue der Kirche: Sandalen, Schwert und Gürtel sind aus purem Gold.
Vermutlich hatten schon die Römer die Stadt auf einem Hochplateau als Hauptsiedlung auf Gozo gegründet. Ihnen folgten die Araber, aber aus den Zeiten dieser Besiedlung sind nur einige Funde übriggeblieben, die im Archäologischen Museum zu besichtigen sind.



Die Festungsmauern der Zitadelle, von denen sich die gesamte Insel wunderbar überblicken lässt, wurden von den Ordensrittern im 16. Jahrhundert errichtet und beherbergten Regierungs- und Gerichtsgebäude, Gefängniszeughaus, Kathedrale und Wohnhäuser. In den Mauern der Zitadelle suchten früher auch die Einwohner nach Sonnenuntergang Schutz vor Piraten und Sklavenhändlern. Die Kathedrale mit dem Bioschofspalast und einem Kathedralmuseum sowie der alte Gerichtshof sind noch erhalten. Und in den historischen Gebäuden sind ein naturhistorisches, ein Folklore- und das Archäologische Museum untergebracht. Die Kathedrale ist ein Bauwerk des maltesischen Spätbarocks im ausgehenden 17. Jahrhundert und das letzte Werk des Architekten Lorenzo Gafa, der auch die Kathedrale von Mdina geschaffen hatte. In den Mauern der Zitadelle findet der Besucher zahlreiche Geschäfte, die Souvenirs und typisch gozitanisches Kunsthandwerk anbieten.

Außerhalb der Zitadelle sind vor allem sehenswert das Gebäude der „Banca Giuratale“ (erbaut 17773), der Sitz der lokalen Regierung der „universita“ war sowie die Basilika „St. George“, die ursprünglich 1678 erbaut worden war, aber in den Jahren 1818 und 1935 umgebaut und erweitert wurde. Das Gemälde des „Heiligen Georg“ im Inneren der Kirche stammt von Mattia Preti. Die „Rundle Gardens“ am Stadtrand von Victoria, nach dem englischen Gouverneur Sir Leslie Rundle (1909-1915) benannt, ist die größte öffentliche Parkanlage auf Gozo.



Zitadelle
Durch ein mächtiges Tor betritt man den Cathedral Square, wo sich der ehemaligen Bischofspalast und der Gerichtshof befinden. Eine herrliche Treppe führt zur dominierenden Kathedrale, die Hauptkirche der Insel. Diese Kathedrale wurde von Lorenzo Gafà ab Ende des 17. Jahrhunderts errichtet. Da man aus Geldmangel auf eine Kuppel verzichten musste, behalf man sich mit einem Deckengemälde, das eine Kuppel vortäuscht. Folgt man der Gasse links neben der Kathedrale gelangt man zu den Festungsmauern, auf denen man die gesamte Zitadelle umlaufen kann. Von hier aus hat man einen sensationellen Blick über die gesamte Insel.

Zusatzinfos:

Museum of Gozo
In einem ehemaligen Adelspalais liegt das Museum of Gozo. Das Museum bietet einen Einblick in die Geschichte Gozo’s. Von Tempelfunden bis hin zu Funden aus der Zeit der Phöniker, Römer, Byzantiner und Araber.
Öffnungszeiten: Mo-Sa 08.30 bis 16.30 Uhr, sonntags bis 15.00 Uhr

Museum of Natural History
Naturhistorische Sammlung zur Geologie, Flora und Fauna der Insel. Das Gebäude des Museums stammt aus dem 17. Jahrhundert.
Öffnungszeiten: Mo-Sa 08.30 bis 16.30 Uhr, sonntags bis 15.00 Uhr

Folklore Museum
In einem Labyrinth von Zimmern und Kammern sind verschiedene landwirtschaftliche Gerätschaften, Haushaltsgegenstände, Gewehre, Puppenstuben, Klöppeldeckchen und andere traditionelle Sachen ausgestellt.
Informationen: Tel. +356 2156 2034
Öffnungszeiten: 08.30 bis 16.30 Uhr, Sonntag von 08.30 bis 15.00 Uhr

Museum Amerija
Ein kleines Museum mit Waffen, Rüstungen und Wappenschildern aus dem 16. und 17. Jahrhundert.
Öffnungszeiten: Mo-Sa 08.30 bis 16.30 Uhr, sonntags bis 15.00 Uhr

Cathedral Museum
In diesem Museum, links hinter der Kathedrale, sind liturgische Gewänder und Geräte und Gemälde aus dem Besitz der Kathedrale ausgestellt. Im Weiteren wird ein geschichtlicher Ablauf der Zitadelle gezeigt.
Öffnungszeiten: Mo bis Sa 09.00 bis 16.30 Uhr
Informationen: Tel. +356 2155 6087

Aurora und Astra
Rabat verfügt über zwei Opernhäuser der Insel Gozo. Beide befinden sich in der Triq ir-Rebubblika. Wenn hier gespielt wird ist fast ganz Malta und Gozo anwesend. In der restlichen Zeit gelten die beiden Häuser als Treffpunkt von diversen Bands.

Gozo Craft Centre
Hinter der Kathedrale liegt das Gozo Craft Centre und bietet einen interessanten Einblick ins gozitanischen Kunsthandwerk.
Öffnungszeiten: 09.00 bis 16.30 Uhr

Old Prison
Hinter dem Gerichtshof liegt das Old Prison. Dieses Gefängnis wurde in den Jahren 1600 bis 1880 genutzt.
Öffnungszeiten: täglich außer Feiertags von 8:30 bis 13:30 Uhr.


torsten Offline

Großmeister

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31.05.2007 12:55
#3 Städte auf Gozo: Xewkija Antworten
Xewkija




Xewkija (oder Ix-Xewkija) ist eine Stadt auf der Insel Gozo in der Republik Malta. Sie hat 3115 Einwohner (Stand: November 2005) und ist damit die viertgrößte Gemeinde in Gozo. Zwischen Xewkija und dem Flughafen Malta gibt es einen regelmäßigen Hubschrauber-Transfer (Flugzeit: 20 min.).

Das Wappen von Xewkija ist ein Schild auf goldenem Hintergrund mit einem horizontalen roten Streifen zwischen zwei Dornen, einer darüber, einer darunter.




Geschichte
Xewkija, zwischen Għajnsielem und der Inselhauptstadt Victoria Rabat gelegen, ist Gozos älteste Stadt. Sie wurde am 27. November 1678 als erste Pfarrgemeinde vom Sprengel der Inselhauptstadt abgespaltet. Bischof Glormu Molina verfügte die Abspaltung und Dun Greżż Farrugia aus Valletta wurde der erste Gemeindepfarrer. Es war der erste Distrikt ("contrada") der als Dorf ("casale") bekannt wurde.

Der Name Xewkija leitet sich vom Arabischen ab und weist darauf hin, dass es in dieser Gegend früher weite Felder mit Dornengestrüpp gab.


Neuere Geschichte und Wirtschaft
Am Stadtrand befindet sich die Niederlassung Gozo der Universität Malta und die Büros des Arbeitsamtes. Es gibt dort auch noch das Stadion von Gozo, einen staatlichen Bauernhof, den Friedhof der hl. Maria und den Stadtfriedhof von Xewkija. Außerdem befindet sich dort ein Gewerbegebiet, dessen dort ansässige Firmen Hunderte von Arbeitern aus Gozo beschäftigen.

Für die wachsende Bevölkerung von Xewkija mussten neue Häuser gebaut werden. Baugebiete wurden in Tal-Barmil, Ta' Gokk und Tal-Ħamrija ausgewiesen.



Sehenswürdigkeiten
Xewkija ist wegen seiner majestäischen Kirche, der Rotunda, die Johannes dem Täufer geweiht ist, bekannt. Sie wurde an Stelle einer älteren Kirche errichtet. Sie ist Sitz der Ritter des Malteserordens (Order of St. John). Sie ist aus maltesischem Sandstein von ortsansässigen Steinmetzen und anderen Handwerkern gebaut. Sie ist die größte Kirche in Gozo und überragt die Stadt. Ihr Architekt war Joseph D'Amato.

Wenn man Xewkija über die Hauptstraße erreicht, sieht man am Ortseingang die Überreste einer Mühle, die zur Zeit des Großmeisters Perello errichtet wurde. Diese Mühle ist einmalig in Gozo, da ihre 8 Ecken in die acht wichtigsten Himmelsrichtungen zeigen.

Man sagt, dass anstelle der heutigen Kirche früher ein Stein lag, der als Maqgħad ix-Xiħ bekannt war. In der Nähe befindet sich eine Kapelle namens 'Madonna il-Ħniena' (dt.: unsere mildtätige lb. Frau). Sie war dem hl. Bartholomäus geweiht. Ebenfalls war der Santa Ċeċilja Tower in Xewkija. Darüberhinaus gibt es einen anderen Turm mit der ältesten Sonnenuhr Xewkijas. Die Überreste des Tingħi Tower verschwanden im letzten Jahrhundert. Diese Türme wurden 1613 gebaut. Ein weiterer Turm aus dem 14. Jahrhundert, der Tower of Gorgion, wurde von den Großmeistern als Wohnstätte genutzt. Er wurde abgerissen um im Zweiten Weltkrieg Platz für ein zeitweise dort angelegtes Flugfeld zu schaffen.

Am Misraħ Imbert (dt.: Imbertplatz) kann man die Schleifspuren aus den Richtungen Borġ Għarib, Mġarr ix-Xini, Ta' Ċenċ und Tas-Salvatur sehen.

Das Xewkija der arabischen Zeit ist ein interessantes Studienobjekt. Der Marmorstein von Majmuna mit arabischen Inschriften aus dem Jahre 1173 wurde hier gefunden. Er erinnert an den Tod eines arabischen Mädchens namens Majmuna in Xewkija. Die Inschrift ist in eine dicke Marmorplatte geritzt, an deren Unterseite sich ein heidnisches Symbol befindet. Diese Platte wurde offensichtlich aus einem heidnischen Tempel entnommen. Frater Gabrijel D'Alappo übersetzte die Inschrift ins Italienische; später wurde sie ins Maltesische übersetzt. 1845 wurde die Übersetzung in die öffentliche Bibliothek gesandt und 1960 in das Nationalmuseum von Gozo überführt. Heute ist der Stein von Majmuna einer der höchstgeschätzten historischen Überreste Maltas.


Musikkapelle
Die Banda Prekursur (Prekursur-Band) ist der älteste, noch exitierende Verein in Xewkija. Sie wurde am 13. Mai 1929 gegründet. Lorenzo Żammit Ħaber, Marcell Mercieca, Giuseppe Buttiġieġ, Giovanni Ħaber und Tomaso Attard waren die Gründungsmitglieder. Das erste Treffen wurde um 20.40 Uhr abgehalten und die Band getauft. Mr Lorenzo Żammit Ħaber war ihr Präsident und erster Sekretär.

Die Kuppel der größten Kuppelkirche Europas in Xewkija hat einen beeindruckenden Innenumfang von 25 m und wiegt 45.000 Tonnen. Der gewaltige Bau der Rundkirche des Ortes, die Johannes dem Täufer gewidmet ist und 1973 eingeweiht wurde, beherrscht nicht nur das Ortsbild von Xewkija, sondern ist von fast überall auf der Insel zu sehen.
Die Kuppel dieser größten Kuppelkirche Europas hat einen beeindruckenden Innenumfang von 25 m und wiegt 45.000 Tonnen. Der Neubau der Kirche wurde um den alten Barockbau der alten Gemeindekirche herum gebaut, und im Inneren sind schöne alte Gemälde und die Kanzel von Mattia Preti zu sehen. Ein kleines Kirchenmuseum beherbergt weitere Schätze aus der ursprünglichen Gemeindekirche.


torsten Offline

Großmeister

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31.05.2007 13:01
#4 Städte auf Gozo: Marsalforn Antworten
Marsalforn

Marsalforn ist ein Dorf an der Nordwestküste Gozos, der zweitgrößten Insel der Republik Malta. Es liegt zwischen den Hügeln von Xagħra und Żebbuġ und gehört zur Gemeinde Żebbuġ. Marsalforn ist der beliebteste Badeort Gozos. Es gibt dort viele Hotels, Restaurants, Bars und Strände. Das Dorf wurde auch zum bekanntesten Tauchzentrum Gozos. Man findet dort viele Tauchschulen.



Marsalforn ist ein zusammengesetzter Name: "Marsa" kommt aus dem Arabischen und bedeutet im Deutschen "Hafen" oder "Bucht". Über den zweiten Teil des Namens gibt es unterschiedliche Auffassungen: Das maltesische Wort "forn" bedeutet im Deutschen "Bäckerei", aber es ist sehr unwahrscheintlich, dass der Ortsname daher kommt, weil man in einem Landesteil mit so geringer Bevölkerung nie eine Bäckerei errichtet hätte. Schon wahrscheintlicher ist der Bezug zu einer Schiffsbauart - wie bei anderen Orten auf Gozo. In diesem Falle bietet sich das illyrische Wort "liburna" an (griechisch: livurna; arabisch: lifurna) an. Der Name kann aber auch vom Wort "forna" kommen, mit dem Fischer aus Gozo eine vom Meer ausgehöhle Höhle bezeichnen. In Marsalforn gibt es etliche dieser Höhlen; die bekannteste ist Għar Qawqla (dt.: Höhle am steilen Berg).
Im Süden von Marsalforn liegt ein fruchtbares Tal gleichen Namens. Es wird von etlichen Felsriegeln umschlossen. Der bekannteste ist tal-merżuq (dt.: Hügel unseres Retters), auf dem die Statue Tas-Salvatur steht.

Wie in der Apostelgeschichte aufgezeichnet, strandete der Apostel Paulus in Malta, und eine Legende erzählt, dass er von Marsalforn aus zu seiner Reise nach Sizilien und Rom aufbrach. Heute noch bezieht man sich auf diese Legende im Dorfwappen, dass eine Schlange zeigt, die sich um ein Schwert ringelt. Dies erinnert an die Episode von Paulus, der hier unbeschadet den Biss einer Giftschlange überstanden haben soll. Die Dorfkirche ist ebenfalls dem Schiffbruch des hl. Paulus geweiht. Ursprünglich im 14. Jahrhundert entstanden, wurde sie mehrfach erweitert. Der Grundstein der heutigen Kirche wurde 1730 gelegt. Das Dorffest feiert man am 10. Februar.



Marsalforn ist keineswegs ein Küstenort, der nur für die Touristen entstanden wäre. Tatsächlich hat der Ort eine Geschichte, die bis in römische Zeit zurückreicht. Bis zum 16. Jahrhundert war sein Hafen sehr wichtig für Gozo. Nahrungsmittel aus Sizilien wurden hier ausgeladen und Passagiere nach Licata und andere Häfen auf dem europäischen Festland schifften sich hier ein. Die Bedeutung Marsalforn war im späten 16. Jahrhundert und frühen 17. Jahrhundert so stark gewachsen, dass die Ritter des Johanniterordens - damals die Herrscher von Malta - daran dachten, die alte Zitadelle in der Mitte der Insel abzureißen und eine neue Stadt über dem Hafen zu bauen. Der Widerstand der Bevölkerung von Gozo führte aber dazu, dass diese Pläne nie realisiert wurden. Die Leute machten geltend, dass sie zu arm seien, um zusätzliche Steuern zur Finanzierung des Umzugs zu zahlen, und dass die Umstände für ihren Umzug von Victoria Rabat nach Marsalforn zu groß seien. Mit der Entwicklung von Mġarr verlor Marsalforn seine Bedeutung und blieb viele Jahrhunderte ein stilles Fischerdorf, in dem nur Fischer und ihre Familien lebten.

Die Entwicklung des Tourismus im 20. Jahrhundert auf den maltesischen Inseln führte die wirtschaftliche Entwicklung des Dorfes weg von der Fischerei. Obwohl heute die Fischerei noch eine gewisse Rolle spielt, bietet doch der Tourismus die meisten Arbeitsplätze für die Einwohner. In den letzten dreißig Jahren kam es zu einer regelrechten Verstädterung und der Ort dehnte sich entlang der halbmondförmigen Bucht bis nach Qbajjar aus. Der wachsende Tourismus führte zum Bau etlicher Hotels, Gästehäuser und Appartmenthäuser. Zusätzlich führte der Wunsch vieler reicher Malteser und Einwohner von Gozo nach einem Zweitwohnsitz in Marsalforn und das Engagements ausländischer Investoren zu erhöhtem Grundstücksbedarf.

Ein Effekt des Tourismus ist eine fühlbare saisonale Veränderung im Charakter des Dorfes. Im Winter, wenn wenig Touristen da sind und viele Zweitwohnsitze nicht genutzt werden, ist es ruhig und friedlich. Im Sommer dagegen ist das Dorf ein geschäftiger Ort voller maltesischen und ausländischen Besuchern.

Viele baden zwar auch im recht sauberen Hafenbecken, doch liegen die schönsten Buchten Gozos nicht weit entfernt. Die idyllische Ramla Bay östlich von Marsalforn ist zu Fuß entlang der Küste in etwa 45 Minuten zu erreichen. Auf der Uferstraße nach Westen geht man in elwa 20 Minuten zunächst zur Qbajjar Bay, wo einige Fischerboote ankern, etwas weiter dann zur malerischen Xwieni Bay. Dort hat die Brandung die hellen Globigerinenfelsen im Laufe der Zeit zu bizarrer Gestalt geformt, auf mächtigen Gesteinsblöcken kann man sich wunderbar sonnen.



An der Bucht liegen auch lange, in die Felsküste geschlagene Salzpfannen (s. Bild), wie man sie an vielen Orten in Malta findet; diese hier werden heute noch benutzt. lm Hochsommer kann man beobachten, wie die feuchte Salzmasse zusammengekehrt wird, um dann getrocknet and gemahlen zu werden Das Zentrum bildet die unlängst neugestaltete Meerhromenade, die den schmalen Strand noch kleiner gemacht hat. Sie ist gesäumt von Bars, Restaurants, mehreren Hotels and Apartmenthäusern sowie einem kleinen Fisclterhufen. Tagsüber wirkt Marsalforn eher verschlafen, das ändert sich jedoch gen Sonnenuntergang, wenn die Feriengäste, aber auch viele Victorianer, zum cnrso auf die Triq Santa Marija strömen and zwischen Hotel Calypso (mit Disco) and dem Restaurant 11 Kartell auf and ab flanieren.

Ghajn Barrani
Schöne Bucht mit sauberen und klarem Wasser. Am besten erreicht man diese Bucht zu Fuß ab Marsalforn.

Marsalforn Bay
Einen kleinen Strand gibt es direkt vor dem Hotel Calypso. Sonnenbanden kann man auch auf den Felsplateaus, von welchen Leitern direkt ins klare Wasser führen.

Salzpfannen
Zwischen Qbajjar und der Xwejni Bay findet man viele Salzpfannen auf den Felsplateaus, welche zur Salzgewinnung genutzt werden.

torsten Offline

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31.05.2007 13:05
#5 Städte auf Gozo: Mgarr Antworten
Mgarr




An der Steilküste öffnet sich unterhalb des verlassenen Fort Chambray ein schmales Hafenrund, in dem eine ganze Flotte knallbunter Luzu Boote in der Sonne glänzen, darüber stechen zwei spitze Kirchtürme in den Himmel. Der kleinere gehört zur neugotischen Kirche Our Lady of Lourdes aus dem 19. Jahrhundert, der größere zur Kirche Our Lady of Loreto in der Gemeinde Ghajnsielem (gesprochen: ainsielem), die in den 70-er Jahren mit den Spenden nach Australien ausgewanderter Gozitaner begonnen wurde.
Stets Ende August wird hier ein aufwendiges Patronatsfest veranstaltet, bei dem das Gotteshaus mit rotem Damast ausgehängt und der Kirchenschatz präsentiert wird. Mgarr mit seinen Kaianlagen, einem Informationsbüro und einer Garage für Leihwagen wird zumeist schnell links liegen gelassen, zumal bei Ankunft der Fähre gleich ein Bus nach Victoria startet. Doch bietet der alte Fischerhafen zahlreiche idyllische Impressionen. Morgens wird der Fang ausgeladen, den man abends (frischer geht es nicht) in den Restaurants erhält. Nachmittags werden die Boote gewartet and neu gestrichen.



Fort Chambray
Die letzte von den Johannitern erbaute Festungsanlage auf Malta.

Mgarr Ix-Xini
Eine fjordähnliche Bucht, welche früher den Johannitern als Hafen für ihre Flotte diente.

torsten Offline

Großmeister

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31.05.2007 13:07
#6 Städte auf Gozo: Xagħra Antworten
Xagħra




Xagħra (sprich: "Schaara"; oder: Ix-Xagħra) ist ein Dorf im nordwestlichen Teil der Insel Gozo in der Republik Malta. Vermutlich war dies der zuerst besiedelte Teil Gozos, da man dort megalithische Überreste, wie Ġgantija, den Steinkreis von Xagħra und die Tropfsteinhöhlen Xerri's Grotto und Ninu's Cave, deren Zugang durch Privathäuser führt, findet. Am östlichen Ortsrand steht eine restaurierte Windmühle, die ursprünglich 1724, im Auftrag des damaligen Großmeisters des Malteserordens Antonio Manoel de Vilhena, erichtet wurde und jetzt ein Mühlenmuseum beherbergt. Xagħra ist nach Nadur das zweitgrößte Dorf auf der Insel und hat 3960 Einwohner .

Calypso's Cave
Die Höhle der Calypso liegt oberhalb der Ramla Bay. Die Legende besagt, dass hier Odysseus 7 Jahre lang von der liebeshungrigen Nymphe Kalypso festgehalten wurde. Von hier oben hat man eine schöne Aussicht auf die Ramla Bay.


Eingang von Calypso's Cave


In Calypso's Cave

Dorfkirche
In Xaghra steht eine der prachtvollsten gozitanischen Kirchen. Die Kirche ist mit feinstem Marmor aus Italien ausgekleidet, das Geld dafür haben die Dorfbewohner gespendet.

Ggantiha Tempel
Die älteste Kultstätte des maltesischen Archipels liegt gleich am Ortseingang unterhalb der Hauptstrasse (Richtung Victoria) in Xaghra.
Die auf 3600 v. Chr. datierte Tempelanlage besteht aus zwei Tempeln welche durch eine Megalithmauer umgeben sind. Den Eingang zu den Tempeln bildeten senkrecht stehende Steinplatten, sogenannte Orthostaten. Auf diese vertikalen Steinplatten wurden wiederum horizontale Platten gelegt. Im südlichen Tempel kann man neben Trank-Opferlöchern, Bankaltären und Feuerstellen bewundern. Der nördliche Tempel ist leer. Die Altäre, die hier gestanden haben, sind während der Ausgrabungsarbeiten abhanden gekommen.
Informationen: Tel. +356 2155 3194
Öffnungszeiten: Mo - So von 9.00 - 17.00 Uhr, an Feiertagen geschlossen

Ninus Cave und Xerris Grotto
Diese Tropfsteinhöhle wurde beim Bau von Zisternen unter zwei Wohnhäusern gefunden. Die Tropfsteinhöhlen können heute besichtigt werden. Die Eintrittskarten gelten auch für die Ta’Kola Windmühle.

Ta Kola Windmühle
Die Windmühle wurde im Auftrag des Großmeisters Manoel de Vilhena im 18. Jh. errichtet. Heute befindet sich hier ein kleines Museum, welches anschaulich zeigt, wie Müllersfamilien früher lebten.
Informationen: Tel. +356 2156 1071
Öffnungszeiten: Täglich Mo bis Sa 8.30 bis 16.00 Uhr und So 8.30 bis 14.30 Uhr, an Feiertagen geschlossen

Ramla Bay
Die schönste Bucht, feiner Sand und klares Wasser, von Gozo liegt ca. 2 km von Xaghra entfernt. In den Sommermonaten ist dieser Strand randvoll mit Maltesern und Touristen und für die Verpflegung stehen einige Snackbars zu Verfügung.
Man erreicht ihn am besten mit dem Bus Nr. 42 aus Rabat/Victoria.

Museum of Toys
Eine große Sammlung von alten Puppen und Spielzeugen sind im Museum of Toys in Xaghra zu sehen.
Öffnungszeiten: Juni-Oktober: Mo - Sa 10-12 Uhr und 15-18 Uhr, im Winter Sa 10-13 Uhr
Informationen: Tel. +356 2156 2489



torsten Offline

Großmeister

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31.05.2007 13:09
#7 RE: Städte auf Gozo: Żebbuġ Antworten
Żebbuġ( Gozo )




Żebbuġ (oder Iż-Żebbuġ) ist ein Dorf auf der Insel Gozo, die zur Republik Malta gehört. Es hat 1770 Einwohner und liegt im Nordwesten der Insel, nahe der Städte Għarb und Marsalforn auf einem Hügel über der Küste. Das Wort "Żebbuġ" bedeutet im Deutschen "Olive". Für den Anbau dieser Früchte war das Dorf bekannt, wobei es heute allerdings nur noch wenige Olivenbäume in der Gegend gibt. Ebenso kennt man Iż-Żebbuġ wegen der dort verfertigten Spitzenklöppeleien (typisch für Gozo) und den wunderschönen Plätzen entlang seiner Küste.



Menschen lebten um Iż-Żebbuġ schon seit vielen tausend Jahren; in der Nähe - auf dem Kuljat-Hügel findet man Überreste aus der Bronzezeit und nördlich davon, in der Qbajjar-Bucht, gibt es noch ältere Fundstücke.
torsten Offline

Großmeister

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31.05.2007 13:11
#8 Städte auf Gozo: San Lawrenz Antworten
San Lawrenz




San Lawrenz ist ein Ort auf der Insel Gozo, die zu Malta gehört. Die Einwohnerzahl beträgt 559.
Der Bevölkerungszahl nach ist San Lawrenz der zweitkleinste Ort der Insel Gozo und der drittkleinste Maltas insgesamt. Das Fußball-Team des Ortes heißt St. Laurence Spurs F.C.

Azure Window
Ein kleiner Spaziergang führt zum Auzure Window. Ein gewaltiger Torbogen, welcher durch Karstphänomene an der Küste entstanden ist. Zu Füßen des Azure Window liegt das Blue Hole, eines der beliebtesten Tauch-Spots von Gozo.



Fungus Rock
Etwas südlich vom Azure Window befindet sich der Fungus Rock. Dort wächst eine dunkelbraune, pilzähnliche Pflanze, die in der Zeit der Johannitern als Allheilmittel sehr bekannt war.

The Kelinu Grima Museum
In der Parish Priest Street in Nadur befindet sich das Museum The Kelinu Grima. Hier sind verschiedene Ausstellungsstücke aus der Schifffahrt ausgestellt, unter anderem Schriftstücke vom Boot des Lord Nelson und vom amerikanischen Kriegsschiffen.
Informationen: Tel. +356 2156 5226
Öffnungszeiten: Mo bis Sa von 9.00 bis 16:45 Uhr (an Sonn- und Feiertagen geschlossen)
torsten Offline

Großmeister

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31.05.2007 13:13
#9 Städte auf Gozo: Għajnsielem Antworten
Għajnsielem




Għajnsielem ist eine Gemeinde im südöstlichen Teil der maltesischen Insel Gozo.
Sie hat 2580 Einwohner.

Teil dieser Gemeinde ist auch der wichtigste Hafen von Gozo, Mġarr, von dem die Fähren zur Hauptinsel Malta ablegen (nicht zu verwechseln mit dem Ort Mġarr auf der Hauptinsel Malta). Die Inseln Comino und Cominotto (malt.: Kemmuna, Kemmunett) in der Meerenge zwischen den Inseln Malta und Gozo gehören ebenfalls zum Gemeindegebiet.



Die Pfarrkirche von Għajnsielem kann man schon von der Hauptinsel Malta aus sehen. Sie wurde im 20. Jahrhundert im neugotischen Stil erbaut. Die frühere Kirche war zu klein für die wachsende Gemeindebevölkerung geworden.
torsten Offline

Großmeister

Beiträge: 386

31.05.2007 13:15
#10 Städte auf Gozo: Għarb Antworten
Għarb




Għarb oder auch L-Għarb ist ein Ort am westlichsten Punkt der Insel Gozo (Malta). Der Name des Ortes leitet sich von dem arabischen Wort für Sonnenuntergang, im Sinne von „westlich“ ab. Der Wahlspruch des Ortes lautet „In extremo vigilat“. Għarb hatte im November 2005 1.160 Einwohner. Bürgermeister der Ortschaft ist seit 1997 David Apap.



Basilika von Ta Pinu
In der Nähe von Gharb liegt diese wunderschöne Basilika, eines der bedeutendsten Pilgerziele Malta’s, aus dem 19. Jahrhundert. Sie erreichen diese am besten mit dem Bus Nr. 61 von Rabat.
Öffnungszeiten: 7.30 bis 12.30 Uhr und 13:30 bis 19:00 Uhr

Folklore Museum
In 28 Räumen sind von einer maltesischen Familie verschiedene Exponate, wie Druckmaschinen, Weinpressen und maltesische Trachten ausgestellt.
Eintrittspreise:
LM 1.25 / Erwachsene
LM 1.00 / Senioren
Öffnungszeiten: Mo bis Sa 9.00 bis 16.00 Uhr, So 09.00 bis 13.00 Uhr
Informationen: Tel. +356 2156 1929

Gozo Glass
Neben Jeffrey’s (Restaurant am Ortseingang) kann man Glasbläsern bei der Arbeit zusehen. Nebenan werden die farbenfrohen Produkte verkauft.

San Dimitri Kapelle
Eine schöne Kapelle ca. 2 km nördlich von Gharb.


torsten Offline

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31.05.2007 13:18
#11 Städte auf Gozo: Nadur Antworten
Nadur




Nadur (oder In-Nadur) ist eine Stadt im nordöstlichen Teil der Insel Gozo, die zur Republik Malta gehört. Sie hat 4181 Einwohner.


Geschichte
Das maltesische Wort "nadur" bedeutet im Deutschen "Ausblick" und leitet sich aus dem arabischen Wort "nadara" ab. Daher kommt auch das Motto der Stadt.

Es gibt keine archäologischen Dokumente, die über die Kolonisation Nadurs durch ihre ersten Einwohner Auskunft gäben. Dennoch ist bekannt, dass in der Hochebene und ihrer Umgebung verstreute Bauernhöfe schon lange vor der Erhebung dieses Gebietes zur Kirchengemeinde 1688 existierten. Die einzigen frühgeschichtlichen Spuren waren eine Anzahl großer, flacher Steine, die man in einem Feld zwischen San Blas Bay und Daħlet Qorrot fand. Laut dem Buch "Geschichte Gozos" von G. P. F. Agius de Soldanis waren die ursprünglich überdachten Strukturen, die es heute nicht mehr gibt, eine Art Göttertempel. Dort ist man auch der Meinung, diese Steinplatten seien nicht von Menschenhand sondern von Riesen dort hin gebracht worden, wo sie heute liegen. Nadur soll schon zu griechischer Zeit gegründet worden sein. Als Beweis dafür wird eine Bronzestatue des Apollo angeführt, die 1744 in Nadur gefunden wurde.

In seiner gesamten Geschichte hat Nadur eine große Rolle in der Verteidigung der Insel gegen die Korsaren gespielt, daher der Name (Ausguck). Während der Herrschaft der Malteserritter baute Großmeister Nicholas Cotoner einen Wachturm, auf den die beiden Türme in San Blas und Daħlet Qorrot hinweisen. Er ist als Ta' Sopu Tower bekannt.

Ein weiterer Wachturm in Nadur ist der Ta' Kenuna Tower, von den Briten Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut. Er diente als Telegrafenverbindung zwischen den Inseln Malta und Gozo. Von der Spitze dieses Turms kann man den größten Teil von Gozo, Comino und den nördlichen Teil Maltas sehen.



Nadur heute
Heute hat Nadur über 4000 Einwohner und ist eine der wichtigsten Städte Gozos. Ein großer Teil der Einwohner wanderte nach dem Zweiten Weltkrieg in die USA, nach Kanada oder Australien aus.

In Nadur gibt es noch ziemlich viele Bauern - meistens Nebenerwerbslandwirte. Aus den Obstgärten von Nadur kommen viele heimische Früchte, wie Zwetschgen, Pfirsiche, Äpfel, Orangen und Zitronen. Diese Produkte waren Basis wirtschaftlicher Kontakte mit Malta während der letzten 3000 Jahre. Auch heute spielt der Handel mit Zitrusfrüchten noch eine große Rolle; die meisten davon werden in Nadur angebaut. In der letzten Zeit hat die Gemeinde die Anpflanzung von Olivenbäumen aus Italien gefördert, da die Zahl dieser Bäume ein den letzten Jahren stark abgenommen hat.

Ein großer Teil der anderen Einwohner Nadurs bestreiten ihren Lebensunterhalt als Fischer oder Seeleute. Dieses Handwerk war schon zu einer Zeit beliebt, als die Fischereimethoden in Malta eher einfach waren. Etliche Fischer aus Nadur ertranken damals in Stürmen.
In der Nähe der Stadt verläuft die Dwejra Lines, der best erhaltendste Abschnitt der Victoria Lines.


Die Pfarrei Nadur
Das religiöse Fest von Nadur, Mnarja[1], wird am 29. Juni gefeiert. Das Fest war bei Flitterwöchnern sehr beliebt und sein Name weist auf den Sommeranfang hin. Er leitet sich von dem italienischen Wort "luminaria" (dt.: Beleuchtung) her und das Fest ist tief in der maltesischen sommerlichen Tradition verwurzelt.

Das beliebte Standbild von Peter und Paul wurde 1882 in Marseille geschnitzt. Sie eines der Meisterstücke, die die großartige Kirche schmücken. Am Karfreitag werden einige Statuen in der heiligen Prozession, die Leiden und Kreuzigung Christi darstellt, durch die Straßen getragen. Am Ostermorgen folgt ihnen eine Statue des auferstandenen Christus.

Nadur wurde am 28. April 1688 von Bischof Cocco Palmeri zur eigenen Kirchengemeinde erhoben. Reverend Bernhard Haber war ihr erster Pfarrer. Die Gemeinde umfasste damals auch Għajnsielem, Qala und Comino und 532 Seelen wohnten dort. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul ist in architektonischer und kirchenmalerischer Hinsicht ein bedeutendes Kunstwerk. Sie besitzt reiche Marmorarbeiten und wurde an Stelle einer früheren, kleineren Kirche am höchsten Punkt der Stadt errichtet.


Die Basilika St. Peter & Paul
Der Bau der heutigen Kirche begann am 28. September 1760. Sie wurde vom maltesischen Architekten Giuseppe Bonniċi (1707-1779) entworfen.



1907 wurde sie renoviert, wobei die Seitenschiffe, die Kuppel und die Fassade von Prof. F.S. Sciortino im Stil der italienischen Renaissance gestaltet wurden. Die Deckenmalerei, die Szenen aus dem Leben der Heiligen Peter und Paul darstellen, wurde von Lazarro Pisani (aus Żebbuġ) geschaffen. Die architektonischen Verzierungen sind ein Werk des Italieners Pio Cellini. Die Renovierung wurde hauptsächlich von Erzpriester Martin Camilleri betrieben.

Die Pfarrei hat ihre eigene Radiostation, Radjuluminaria.

torsten Offline

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31.05.2007 13:24
#12 Städte auf Gozo: Xlendi Antworten
Xlendi : Vom Fischereihafen zur Badeanstalt Gozos



Heute kann man Xlendi fast als Badeanstalt von Victoria bezeichnen. Auf den langen Felsplateaus, die sich von der Statue des "Heiligen Andreas" am Hafen bis weit hinaus in den Fjord zeihen, sonnen sich Tagesausflügler neben gozitanischen Familien. Erst weiter draußen, unterhalb des Wachturmes aus der Johanniterzeit, wird es einsamer. Im Gegensatz zu Marsalform, das erst am Abend richtig lebendig wird, ist es in Xlendi nach dem Badeverkehr eher still. Jedoch liegt kaum 1 km entfernt die Disco La Grotta über den mausgrauen Felsen des Xlendi-Tals, die beste von ganz Gozo.



Wegen der schönen Korallen, die hier im Meer wachsen, ist die Bucht bei Tauchern sehr beliebt, und es gibt auch eine Tauchschule, in der man Unterricht buchen und die Ausrüstung ausleihen kann (St. Andrew`s Diving School). Von Xlendi aus kann man Schiffsrundfahrten um die Insel machen. In der Bucht wurden die Wracks von zwei untergegangenen Schiffen aus dem 2. Jahrhundert vor Christus bzw. dem 5. Jahrhundert nach Christus gefunden. Die Schätze, die man zutage gebracht hat, sind im Archäologischen Museum in Victoria ausgestellt.

torsten Offline

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31.05.2007 13:27
#13 Städte auf Gozo: Sannat und Ta 'Cenc Antworten
Sannat und Ta 'Cenc




Sannat (oder Ta' Sannat) ist ein Dorf auf der Insel Gozo der Republik Malta mit 1729 Einwohnern (Stand: November 2005). Sannat liegt im Süden der Insel und ist bekannt für seine hohen Klippen, seine prähistorischen Schleifspuren, Tempel und Dolmen, sowie für seine reiche Flora und Fauna.



In der Umgebung von Sannat wurde bisher ein bestimmtes Projekt nicht realisiert, nämlich einen neuen Touristenkomplex mit zahlreichen Einrichtungen zu bauen, in dem mehrere Tausend Urlauber Unterkunft finden können. Massive Proteste von Seiten der Bevölkerung und auch eine negative Einstellung in einem regierungsamtlichen Strategieplan zur Förderung des Tourismus auf Malta lassen hoffen, dass dieses Mammutprojekt, das eines der schönsten Gebiete auf Gozo zerstören würde, niemals realisiert wird.

Berühmt ist Sannat für die kunstvollen Handarbeiten aus Spitze, die seit vielen Jahrhunderten hier hergestellt werden. Auch heute noch arbeiten Frauen im „Old Lace House“ in der Nähe der Main Street nach alter Tradition an Tischdecken, Servietten und anderen Kunstwerken. Die Arbeit an einer größeren Tischdecke kann bis zu zwölf Monaten dauern. Man sollte beim Kauf wirklicher Handarbeit auf das Handeln verzichten und die Mühe honorieren, die zur Fertigstellung erforderlich war.



Von Sannat führt eine kleine Straße in südöstlicher Richtung zu den Klippen von Ta`Cenc. In diesem Gebiet befanden sich früher die Brutstätten des maltesischen Wanderfalken, von dem die Ordensritter jährlich ein Exemplar dem König von Sizilien als symbolische Zahlung für das maltesische Leben überreichen mussten. Seit 1980 ist der Falke auf den Maltesischen Inseln ausgestorben. Heute ist das Klippengelände bis hin zu den schönsten Badebuchten von Mgarr ix-Xini sehr schönes Wandergebiet, wobei man die Klippen mit Respekt behandeln sollte, die schließlich gut 140 m steil hinunter ins Meer fallen. In diesem Gebiet findet man auch die geheimnisvollen Karrenspuren, deren Ursprung bis heute ein unlösbares Rätsel geblieben ist.


torsten Offline

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27.06.2008 07:50
#14 RE: Städte auf Gozo: Fontana Antworten

Fontana




Fontana (oder Il-Fontana) ist ein Dorf im Zentrum der Insel Gozo der Republik Malta. Es leben dort 846 Einwohner (Stand: November 2005).

Fontana ist ein Vorort von Victoria Rabat an der Straße von Rabat nach Xlendi. Die Einwohner nennen ihr Dorf "Triq tal-Għajn" (dt. Quellenstraße).
Dieser Name rührt von einer Quelle (it.: fontana) an der Straße nach Xlendi her, die als "Il-Għajn il-Kbira" (dt.: Große Quellen) bekannt ist.
Im 16. Jahrhundert wurde eine Quellfassung mit Bogengängen für die Leute, die dort ihre Wäsche wuschen, errichtet.



torsten Offline

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27.06.2008 07:52
#15 RE: Städte auf Gozo: Għasri Antworten
Għasri




Għasri (oder L-Għasri) ist ein Dorf im westlichen Teil der Insel Gozo in der Republik Malta.
Von allen selbständigen Gemeinden Gozos hat es die geringste Einwohnerzahl (417 Einwohner; Stand: November 2005).
Damit ist es nach Mdina zugleich die zweitkleinste maltesische Gemeinde.

Għasri ist bekannt für die Herstellung von Honig.






Bilderquelle:
wikipedia, imalta.de, malta.bechold-online.de, maltavista.net, visitmalta.com

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